Projekt Seligstadt





Nach dem Exodus der Mehrheit der Rumänendeutschen (u.a. der „Siebenbürger Sachsen“) aus Rumänien seit 1990 wurden in vielen Dörfern die Kirchen und Pfarrhäuser ‚aufgegeben’, standen leer und drohten, zu verfallen. So auch in Seligstadt/Selistat, einem Karpatendorf nahe Fogarasch/Fagaras.
Bis sich der Pfarrer der deutschen evangelischen Gemeinde in Fagaras, Dr. Johannes Klein, dazu entschloss, das Anwesen als
Freizeitheim für Kinder und Jugendliche
zu nutzen. Er fand Helfer und Spender (u.a. ‚Copilul e.V.’), mit deren Unterstützung er in kurzer Zeit ein kleines Wunder vollbrachte: Aus dem vom Verfall bedrohten Anwesen wurde ein freundliches, großzügiges Freizeit-Areal. Mittlerweile wird es von vielen Kinder- und Jugendgruppen genutzt. Sie verbringen hier unter Anleitung (sozial-)pädagogisch geschulten Fachpersonals fröhliche 1- oder 2-wöchige Freizeiten. In vielen Fällen helfen sie dabei auch tatkräftig mit beim weiteren Auf-, Aus- und Umbau der Anlage.
Spezielle „Interethnische Freizeiten“ sind ein besonderes Anliegen von Pfarrer Dr. Klein. Sie sollen gezielt unter den jugendlichen Angehörigen der Volksgruppen der Rumänen, rumänendeutschen „Siebenbürger Sachsen“, der als Minderheit in Rumänien lebenden Ungarn und der Roma/Zigeuner die gegenseitige Akzeptanz fördern. Hier zu helfen, heißt in die Zukunft Rumäniens zu investieren!
Dieses Haus kann auch von deutschen (und anderen ausländischen) Gruppen genutzt werden. Auskunft erteilt Pfarrer Dr. Johannes Klein unter der Nummer 0040 – 268 – 211 994.